Die interkontinentale Mittelmeerregion verbindet Afrika, Asien und Europa, den Indischen Ozean, den Atlantik und das Schwarze Meer. Ian Chambers zeigt in seinem Buch „Mediterranean Crossings“ auf, wie das Mittelmeer Anfang des 19. Jahrhunderts – bevor es als Konzept in den europäischen Sprachgebrauch drang – ein durch die Fluidität des Austausches geprägter Raum war. Menschen, Waren, Melodien und Gedanken bewegten sich zwischen den Küsten. Heute sind Menschen, die einfach nur mit ihren Gedanken und Melodien übersetzen wollen, gewaltsamen Push-Backs, der Gefahr des Ertrinkens und der drohenden Inhaftierung bei Ankunft in der EU ausgesetzt.