Trumps internationale Zurückhaltung war gut für sein Land: Schon zuvor war die westlich dominierte Weltordnung am Limit. Es sei „historisch“, dass sich die USA aus ihrer globalen Führerschaft zurückziehen, heißt es allenthalben. Das wäre es tatsächlich, sollte diese Demission nach oder ohne Donald Trump Bestand haben. Eine realistische Option? Oder ist damit zu rechnen, dass ein Präsident Biden den Krieg um Syrien im Namen des Westens doch noch gewinnen will, in Afghanistan aushält, statt ein Agreement mit den Taliban zu finden, um US-Militär abzuziehen, die Konfrontation mit China und Russland vorantreibt, die NATO wieder zum Referenzprojekt der eigenen Sicherheitsagenda erklärt?