Am 25. November wird ein Aktivist in Tübingen vor Gericht stehen, weil er während einer Sitzung des Tübinger Gemeinderates aus einem Thesenpapier des Amts für Heeresentwicklung der Bundeswehr vorgelesen hatte. Titel: „Künstliche Intelligenz in den Landstreitkräften“. Was hat das mit dem Cyber Valley zu tun und mit dem Bau eines Forschungszentrums für maschinelles Lernen, über das damals im Gemeinderat entschieden wurde?

Seit dem Beginn der Proteste gegen das Cyber Valley in Tübingen steht die Befürchtung im Raum, damit drohe der Region eine „Transformation in einen Rüstungsstandort“. Das Cyber Valley ist nach eigenen Angaben „eine der größten Forschungskooperationen Europas im Bereich der künstlichen Intelligenz“, beteiligt sind v.a. die Automobilindustrie und einige ihrer Zulieferer, die auch in der Rüstung aktiv sind.