Eine Leiche am Straßenrand, der Körper brutal zugerichtet, die Haut blutig und aufgerissen – das letzte Foto von Ingrid Escamilla wurde an jedem Kiosk Mexikos zur Schau gestellt. Sie ist 25 Jahre alt geworden, hatte Tourismusmanagement studiert und lebte in einem Viertel nahe des Zentrums von Mexiko-Stadt. Dort fand man sie, von ihrem Freund ermordet.

Wenig später erschienen Bilder, die Ermittler von Escamillas Leiche aufgenommen hatten, auf den Titelseiten mehrerer großer Zeitungen. „Es ging nur darum, die Sensationsgier der Gesellschaft zu nähren“, kritisierte die Anwältin Verónica Bérber.