Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat am Donnerstag die rechtsextreme Gruppe „Combat 18 Deutschland“ verboten. Sie sei „eine neonazistische, rassistische und fremdenfeindliche Vereinigung, die in ihrer Zweckrichtung eine Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“ aufweise, begründete Seehofer seine Entscheidung. „Das heutige Verbot ist eine klare Botschaft: Rechtsextremismus und Antisemitismus haben in unserer Gesellschaft keinen Platz.“

Die Hintergründe und Umstände des Verbots beweisen allerdings das Gegenteil. „Combat 18“ ist eine gewalttätige Neonazi-Gruppe, deren internationalen Verbindungen, kriminellen Führungsfiguren und Verknüpfungen mit der rechtsextremen Terrorszene seit langem öffentlich bekannt sind.