Vor fünf Jahren entkamen sie dem Genozid im Nordirak. Wie geht es den Jesidinnen aus dem Sonderkontingent heute? Haben sie Fuß gefasst, wie es die Geschichte der Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad und eine Evaluation der Uni Tübingen versprechen? Manche zweifeln daran. An der Wand hängt eine Zeichnung. „Ein kleines Kind ist wie eine Blume“, steht da und darunter haben die Frauen ihre Wünsche, aber auch ihre Ängste aufgemalt. Eine Sonne und ein Herz für ein glückliches Leben, eine Blume mit Blüten und Wurzeln, der Wunsch nach Liebe, Glück und Familie. Bunte Sehnsüchte, bedroht von schwarz gemaltem Hass, Neid und Krieg. Es ist ein Bild wie aus den zerrissenen Seelen der Frauen, die in diesem unscheinbaren Haus in Freiburg, dessen Adresse nicht öffentlich sein soll, Zuflucht gefunden haben.