Der Krieg gegen Libyen bedeutete nicht nur das Ende der nuklearen Abrüstung, sondern markiert auch den Anfang vom Ende der US-amerikanischen Hegemonie. Offiziell kamen bei der NATO-Intervention 2011 an die 30.000 Libyer ums Leben. Abertausende Libyer starben durch Gewalt der Milizen und während des Bürgerkriegs. Und seitdem Libyens Grenz- und Seekontrollen zusammengebrochen sind, ertrinken viele tausend Migranten bei der Überfahrt nach Europa. Laut Weissman tragen sowohl US-amerikanische als auch europäische Politiker dafür die Hauptverantwortung, da sie die politischen Realitäten und die Gegebenheiten im Land völlig falsch einschätzten.