Der Streit um die Statue des sowjetischen Marschalls Iwan Stepanowitsch Konew im Prager sechsten Bezirk entwickelt sich zur Staatsaffäre bis hin zu diplomatischen Affronts. Für den Donnerstag war eine Entscheidung des Bezirksstadtrats über den weiteren Verbleib des Denkmals geplant, mit der aufgrund der ausufernden, öffentlich übertragenen Debatte im Rathaus erst nach jW-Redaktionsschluss gerechnet wurde. Das Schicksal der 1980 errichteten Statue, die an die Befreiung Prags am 9. Mai 1945 durch die 1. Ukrainische Front der Roten Armee unter Führung Konews erinnert, wird seit Ende August diskutiert.