Frühere Kriege hatten alle ein Anfangs- und ein Enddatum — zum Beispiel 1914-1918. Das letztere versprach dann immer eine Verschnaufpause, Hoffnung auf Frieden. Die letzten Jahrzehnte waren dagegen geprägt von einem schier endlosen dezentralen Weltkrieg, der an ständig wechselnden Schauplätzen anschwoll und wieder abebbte. Dieser Krieg en permanence hatte und hat ein einziges Leitmotiv: den Weltherrschaftsanspruch der USA, die in maßloser Arroganz alle anderen Staaten als ihnen untergeordnet betrachten: als gezähmte oder noch zu zähmende Hilfskräfte zur Ausweitung des eigenen Machtbereichs. Dafür kamen neben roher Gewalt immer auch „weiche“ Machttechniken zur Anwendung: Drohung, Boykott, Unterwanderung, Regime change und Meinungsmanipulation.