Hartmut Lehmann steht auf einer kleinen Standleiter, in der rechten Hand hält er ein Megafon. „Für alle, die sich jetzt fragen, wer ich bin: Ich bin hier der Bürgermeister“, beginnt er seine Rede und lacht. Bei strahlendem Sonnenschein haben sich diesem Sonntagvormittag mehr als 100 Menschen unter den blühenden Kastanien vor der Dorfkirche des 500-Einwohner-Örtchens Lärz in Mecklenburg-Vorpommern versammelt.

Nicht zum Gottesdienst, sondern zu einer Kundgebung: Sie protestieren für den Erhalt des Fusion-Festivals in seiner bisherigen Form und gegen die Pläne der Polizei, in diesem Jahr erstmals eine Polizeiwache direkt auf dem Festivalgelände einzurichten und dort anlasslose Kontrollen durchzuführen.